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Wie weit dürfen Halloween-Streiche gehen?

Der amerikanische Brauch zu Halloween, dass Kinder gruselig verkleidet von Tür zu Tür gehen und Süßigkeiten einfordern und bei Abweisung mit Streichen oder Verfluchen reagieren, setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch. Mal abgesehen von der Bewertung, dass dieser heidnische Brauch sich immer stärker durchsetzt wohin gegen der immerhin offizielle und christliche Feiertag in Deutschland Allerheiligen am 1.November kaum noch jemanden interessiert, gibt es durch die Praxis des “Streiche spielens” der Kinder und Jugendlichen von Jahr zu Jahr mehr Ärger. Viele kennen nämlich nicht dass Maß zwischen einem lustigen Streich und einer strafbaren Handlung bzw. Sachbeschädigung und meinen, an Halloween hätten sie einen Freibrief.

Die Rechtsstreitigkeiten nach der Halloween-Nacht nehmen in Deutschland seit Jahren zu. Eltern sollten ihren Kindern bevor diese losziehen klare Regeln mit auf den Weg geben. Natürlich dürfen die Kinder wenn sie möchten diesen brauch ausleben, mißgünstige Erwachsene verfluchen oder auch mal einen kleinen Streich spielen. Wenn jemand Zahnpasta unter die Türklinke schmiert o. ä. wird sich der Betroffene ärgern, das Ziel sollte erreicht sein und das Opfer wird wohl kaum dafür eine Anzeige erstatten. Findet aber Sachbeschädigung statt wird sich niemand als Ausrede auf den Brauch berufen können. In der vergangenheit ging es häufig um zerstörte Türschlösser durch Klebstoff oder beschädigte Fassaden nach Farbschmierereien oder nachdem diese mit faulen Eiern etc. beworfen wurden. Beides kann extrem teuer werden und sollte den “Geistern” bewusst sein oder deutlich von den Erziehungsberechtigten vorher gesagt werden.

Hoffen wir also auf ein lustiges, gruseliges und friedliches Halloween-Fest und anschließende Erholung an Allerheiligen.

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