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Völkermord-Prozeß in Deutschland

In Frankfurt hat heute ein Völkermord-Prozess begonnen. Angeklagt ist ein 54-jähriger Mann aus Ruanda, der im Völkermord der 90er-Jahre für den Tod von fast 4.000 Menschen verantwortlich sein soll. Wenn man sich noch an die Nachrichten der Zeit erinnert kommen schreckliche Bilder wieder hoch: Hunderttausende Menschen wurden dahingemetzelt, meistens mit Macheten oder Knüppeln erschlagen. Der Mann, der zuletzt als Sozialhilfe-Empfänger in Deutschland gelebt hat, war Bürgermeister in Ruanda und hat angelich bei 3 Massakern das Kommando geführt. Er soll als Anführer der Hutu-Milizen persönlich bei den Mord-Kommandos an der Tutsi-Minderheit mitgemacht haben.

Der Fall wird am Oberlandesgericht in Frankfurt verhandelt und wird wohl länger dauern, aktuell sind knapp 50 Zeugen geladen.

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