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Hautkrebs bei Dachdecker ist Berufskrankheit

Das Sozialgericht in Aachen hat entschieden, dass Hautkrebs bei einem Dachdecker als Berufskrankheit anzuerkennen ist. Weil Hautkrebs bisher nicht in der entsprechenden Verordnung zu Berufskrankheiten zu finden war hatte die zuständige Berufsgenossenschaft eine Anerkennung abgelehnt. Der klagende Dachdecker war mehr als 40 Jahre in seinem Beruf tätig und ist mittlerweile an Hautkrebs erkrankt. Ein Zusammenhang zwischen seinem Beruf, wo er häufig und ungeschützt auf Dächern arbeiten musste und so starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, und der Krankheit Hautkrebs ist eindeutig herzustellen (Kausalzusammenhang), daher ist seine Hautkrebs-Erkrankung als Berufskrankheit anzuerkennen. Interessant: können jetzt eventuell alle hautkrebs-patienten die beruflich viel im freien gearbeitet haben (zum Beispiel bauarbeiter) Ihre Krankheit als berufskrankheit anerkennen lassen mit den entsprechenden Folgen? Da käme aber einiges an Kosten auf das System zu…
(Aktenzeichen: S 6 U 63/10)

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2 Responses to “Hautkrebs bei Dachdecker ist Berufskrankheit”

  1. Altmann sagt:

    Ich finde es ausgesprochen richtig, dies als Berufskrankheit zu sehen. Das ist im Grunde genommen, schwierig zu beurteilen, aber ein klarer Fall. Es könnte jeder Bauarbeiter, wenn er denn einen Nachweis vorlegen kann, das Recht darauf, finde ich! Die Arbeit ist schließlich der Grund, weshalb man an Hautkrebs erkrankt ist.

  2. Alexander sagt:

    Ein sehr guter Beitrag. Ich finde es auch richtig, dass Hautkrebs als Berufskrankheit gilt.

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