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Einem Fuchs ausweichen kann teuer werden

Das Landgericht in Trier hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass ein Autofahrer bzw. eine Autofahrerin bei der Verursachung eines Unfalls durch Ausweichen vor einem Fuchs schuldhaft einen höheren Schaden fabriziert hat, als ein Überfahren des Fuches gekostet hätte. Die Versicherung der Fahrerin wollte den Schaden nicht begleichen, da die Dame den Unfall durch das Ausweichmanöver verursacht hatte.

Das Gericht entschied nun, dass die Versicherung 40 Prozent des Schadens zahlen müsse, da bei einem Nicht-Ausweichen ebenfalls Schaden entstanden wäre. Diese Höhe hat das Gericht versucht festzulegen mit vierzig Prozent des nun entstandenen Schadens durch das Ausweichen. Zudem hat die Tierfreundin ein erheblich höheres Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer bewirkt als wenn sie die Spur gehalten hätte. Das Urteil bestätigt also die Lehren aus der Fahrschule nie die Spur zu verlassen.

Az.: 4 O 241/09

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