Anwaltssekretariat - Telefonservice für Anwälte und Notare

Eine Klage muss immer unterschrieben sein…

…sont ist sie nicht wirksam. So entschied am 19.November 2010 das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz. Dort war eine Klageschrift gegen eine betriebsbedingte Kündigung von einem Anwalt per Fax eingegangen, jedoch fehlte die letzte Seite mit der Unterschrift. Als diese am nächsten Tag schriftlich einging war es bereits zu spät, die Frist war abgelaufen. Dass es sich dabei um ein anwaltliches Schreiben handelte sei egal, so das Gericht.

Die gekündigte Frau konnte ihre Sache also wegen eines Fehlers des Anwaltes nicht vor Gericht bringen, und den Fehler des Anwaltes müsse sich die Klägerin auch innerhalb des Verfahrens zurechnen lassen, so das LAG. Diese wollte den Fall nachträglich vor Gericht bringen, da es ja nicht ihr verschulden sei. Dies hat das Gericht aber nicht zugelassen, gleichzeitig aber die Möglichkeit der Revision ermöglicht, da der Fall an sich ja noch gar nicht verhandelt sei.

Keine gute Werbung für den verantwortlichen Anwalt…

Tags: , ,

Diesen Beitrag kommentieren