Anwaltssekretariat - Telefonservice für Anwälte und Notare

2012 soll es Lizenzen für private Sportwetten geben

Die 16 deutschen Länderchefs haben es anscheinend endlich geschafft sich im Bereich Legalisierung privater Sportwetten auf einem Nenner zu treffen, um die unmögliche Situation zu beenden, dass regionale Gerichte mal pro und mal gegen lokale Wettbüros entscheiden und selbst die Oberverwaltungsgerichte teilweise konträr zum Europäischen Gerichtshof entscheiden:

Laut einem Bericht des Spiegels soll es ab dem 1.1.2012 sieben Konzessionen für private Anbieter von Sportwetten geben. Diese sollen dann eine Spielabgabe von 16,66 Prozent entrichten. Der auf etwa 5 Milliarden Euro Volumen geschätzte deutsche Markt für Sportwetten soll so endlich aus der aktuellen Grauzone befreit werden. In einer testphase von fünf Jahren sollen die Wetten aber auch reguliert werden: Man soll weiterhin auf Endergebnisse wetten können, nicht aber auf Zwischenergebnisse oder auf Wetten wie “wer hat den nächsten Einwurf”. Diese Restriktionen betreffen natürlich vor allem Fussballwetten. Gleichzeitig wird Bandenwerbung u.ä. erlaubt, Fernsehwerbung bleibt aber verboten.

Es ist absolut zu begrüßen, dass die Politik endlich Rechtssicherheit für Anbieter und unden schaffen will. Mal abwarten wie sich das in der Realität auswirkt, aber schlimmer als aktuell kann es nicht werden. Und man darf gespannt sein auf die Vergabe der Konzessionen, ob diese versteigert werden wie beispielsweise UMTS-Lizenzen oder wie diese vergeben werden.

Tags: , , , ,

Diesen Beitrag kommentieren