Archive for Juli, 2011

Zahl der Arbeitsunfälle deutlich gestiegen

Samstag, Juli 30th, 2011

Die gute Konjunkturlage in Deutschland beflügelt die Auftragslage in den Unternehmen. Die Folge: Es wird mehr gearbeitet und auch schneller. Negative Randerscheinung dabei: Es gibt auch wesentlich mehr Unfälle, da durch den steigenden Produktionsdruck häufig der Arbeitsschutz das Nachsehen hat. Und so hat es im Jahr 2010 insgesamt 954.459 Arbeitsunfälle gegeben, was einen Anstieg von 7,7 Prozent bedeutet. Auch die Zahl der tötlich ausgegangenen Unfälle ist um über 60 auf 513 gestiegen.

Dass die Zahl der Arbeitsunfälle stärker gestiegen ist als die Anzahl der Arbeitsstunden verdeutlicht, dass der Arbeitsschutz unter der betroffenen Leistungssteigerung in den Unternehmen leidet. Auch wenn einige Unfälle auf den strengen Winter zurückzuführen sind: Arbeitnehmer sollten, wenn sie Bedenken bezüglich der Arbeitssicherheit haben, auf Einhaltung der Arbeitsschutz-Regeln bestehen auch wenn der Druck der Geschäftsführung groß ist diesen eventuell auch einmal zu umgehen. Rechtlich darf niemand Nachteile dadurch erleiden, dass er auf Grund mangelnden Arbeitsschutzes eine Tätigkeit verweigert. Sollte es in einem solchen Fall zu einem Rechtsstreit kommen sollte der Arbeitnehmer nicht einknicken, selbst ohne Arbeitsrechtsschutz-Versicherung besteht kein Grund zur Sorge. Arbeitgeber versuchen an dieser Stelle häufig Druck aufzubauen und zeigen sich auch vor rechtlichen Folgen unbeeindruckt. Doch vorsicht: Häufig ist das nur Taktik. Der Arbeitgeber fühlt sich in der Gesamtsituation leider oft aus gutem Grund am längeren Hebel. Doch wer sich hier an die Fakten hält und dieses Spiel nicht mitspielt hat gute Chancen am Ende Recht zugesprochen zu bekommen.

Mafia-Mörder von Duisburg muss lebenslang hinter Gitter

Donnerstag, Juli 14th, 2011

Das war ein echter Schock für die deutsche Öffentlichkeit vor vier Jahren: In Duisburg spielte sich eine Szene ab wie aus einem Hollywood-Streifen über die Mafia: Aus einem Auto heraus wurden sechs Italiener erschossen, die vor einer Pizzeria standen. Das sogenannte “Massaker von Duisburg”, wie die Presse die Tat taufte. Dass hinter solchen Taten kein Einzeltäter steckt sondern ein handfester Streit zwischen verschiedenen Mafia-Gruppen dürfte jedem Hobby-Kriminologen klar gewesen sein, und so war auch zu erwarten dass die Ermittlungen im Mafia-Milieu schwierig werden und einige Zeit dauern.

Nun sind die Urteile gefallen: Als Hauptverantwortlicher und Schütze wurde vom Gericht in Locri der Süditaliener Giovanni Strangio identifiziert und zu lebenslanger haft verurteilt. Im Laufe der Ermittlungen wurde gegen weitere 14 Personen ermittelt, die Hälfte von ihnen bekam lebenslange Freiheitsstrafen. Hintergrund der Tat war laut der Behörden eine Blutfehde zwischen zwei Familienclans der Mafia-Gruppe Ndrangheta aus San Luca.